Wein Walk of Fame

Wein Walk of Fame 2013

Der erste deutsche „Wein Walk of Fame“ (= Ehrenpfad des Weins) befindet sich im Innenhof des Deutschen Weintores in Schweigen-Rechtenbach. Jede der 50 x 50 cm großen Platten aus Stahl und Bronze ist mit dem Namen des Geehrten sowie mit Traube und Rebblatt versehen und in den Boden eingelassen. Zusätzlich sind am Deutschen Weintor dreisprachige Schilder (siehe Foto links) mit den Kurzbiografien der Geehrten angebracht.
Seit der Einweihung am 23. April 2012 werden an diesem Tag weitere Persönlichkeiten oder Organisationen, die sich um Wein und Weinbau besonders verdient gemacht haben, mit einer Bodenplatte geehrt. Dieser Zeitpunkt ist kein Zufall: Wurde doch schon bei den alten Römern an diesem Datum der Tag der Vinalien (Weinfeste) gefeiert.
Eine Ehrenplatte erhielten bisher:
2012: Benediktinermönch Pierre (Dom) Pérignon (1638–1715).
2012: Geheimrat Dr. Friedrich von Bassermann-Jordan (1872–1959).
2012: Landrat Gerhard Schwetje, der den Landkreis Südliche Weinstraße initiierte.
2013: Johann Seeger Ruland (1683–1745).
2013: Marcel Blanck, langjähriger Präsident des Elsässer Weinbauverbandes.
2013: Daniel, Herbert und Peter Meininger, Neustadter Weinverleger aus drei Generationen.
2014: Apotheker und Winzer Johann Philipp Bronner (1792–1864).
2014: Weinbruderschaft der Pfalz, die 1954 gegründet wurde.
2014: Vereinigung „Vinissima – Frauen und Wein“.
2017: Immanuel August Ludwig Dornfeld (1796–1869).

Dieser vermutlich weltweit einzige Wein Walk of Fame bezieht auch andere Weinbaunationen bewusst mit ein, um das Deutsche Weintor für Touristen noch attraktiver zu machen.

100 Jahre Müller-Thurgau
in Regensburg

Sondermarke 100 Jahre Müller-Thurgau

Im Jahre 1913 wurden in Deutschland die ersten Stöcke der Rebsorte Müller-Thurgau gepflanzt. Dies geschah im Auftrag des bayerischen Landesweinbauinspektors August Dern in der Rebenbeobachtungsstation Oberwinzer bei Regensburg.
Die Stadt Regensburg beging dieses 100-jährige Jubiläum mit der Herausgabe einer Sonderbriefmarke und dem Aufstellen einer Informationstafel .
Standort dieser Tafel: Regensburg, Ortsteil Winzer, am Kagerer Weg,
(auf halber Strecke des Feldweges nach Kager).

Weitere Infos:
Pressemitteilung der Stadt Regensburg vom 13.9.2013
• Broschüre von Theodor Häußler: 100 Jahre Müller-Thurgau in Regensburg. Beiträge zur Geschichte des Weinbaus in Altbayern, Nr. 15, April 2013, 16 Seiten.Erhältlich beim Förderverein BaierWeinMuseum

 

Bericht zur Herbsttagung
vom 25. bis 27. September 2015
in Krems an der Donau
und in der Wachau (Österreich)

 

Bericht zur Herbsttagung
vom 30. September bis 2. Oktober 2016
in Oppenheim und Worms in Rheinhessen

Zum 200. Todestag von Clemens Wenzeslaus:
Die Weinbauverordnungen des letzten Trierer Kurfürsten von 1787.

Zum 200. Todestag von Clemens Wenzeslaus

Europäische Akademie für Wein und Kultur e.V., Trier 2012. Schriftenreihe Heft 3. 24 Seiten. EUR 2,50

Bei dieser Schrift handelt es sich um den Nachdruck der längst vergriffenen Studie des früheren Leiters von Stadtbibiliothek und Stadtarchiv Trier, Richard Laufner: "1987: 200 Jahre Qualitätsweinbau an Mosel-Saar-Ruwer. Die Weinbauverordnungen des Trierer Kurfürsten Clemens Wenzeslaus 1787" (Trier-Texte Nr. 6, Trier 1987).
In ihr wies Laufner überzeugend nach, dass die 1787 erlassenen Weinbauverordnungen des Trierer Kurerzbischofs nicht der Anpflanzung des Rieslings galten, sondern zunächst die Ausrottung der in den Verordnungen stets so genannten „rheinischen“ Rebsorten dekretierten, was der Verfasser als Hörfehler eines Kanzlisten und richtig als „heinische“ (bzw. heunische, d.h. minderwertige) Rebsorten interpretiert. Die Bevorzugung des Rieslings an der Mosel geht vielmehr auf den Landhofmeister des Kurfürsten, Reichsgraf Johann Hugo Kasimir von Kesselstadt, in dessen eigenem Weingut zurück sowie auf Ratschläge im Kurfürstlich-Trierischen Landkalender von 1788, der neben dem „grünen“ und „rotstieligen“ Riesling die Anpflanzung von Orléans, Gutedel und Tokayer empfiehlt. Die Initiativen von 1787 und 1788 blieben allerdings wegen der ab 1789 in Folge der Französischen Revolution über die Trierer Lande hereinbrechenden politischen Ereignisse ohne Erfolg. Erst zu preußischen Zeiten, ab etwa 1845, kam es zu einer Neuorientierung des Moselweinbaus und damit zum konsequenten Rieslinganbau.

Verfasser: Prof. Dr. Hans Reinhard Seeliger
Aus: Mitteilung der GGW 3/2012

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