Nr. 56

Verzeichnis der Bibliothek der Gesellschaft für Geschichte des Weines. 1980

€ 3,00

Nr. 69

Fill, Karl; Claus, Paul: Fünfundzwanzig Jahre Gesellschaft für Geschichte des Weines e.V. 1984. 56 Seiten.

€ 4,00

Nr. 145

Claus, Paul: Gesellschaft für Geschichte des Weines. Rückblick 1984-2003. 2004. 98 Seiten.

€ 6,00

Nr. 164 Fünfzig Jahre Gesellschaft für Geschichte des Weines e.V. 1959-2009 . 68 Seiten. (Diese Dokumentation kann hier auch als pdf-Datei gelesen werden.)

€ 5,00

 


Schoene, Renate (Verf.): Bibliographie zur Geschichte des Weines.
Gesellschaft für Geschichte des Weines, Wiesbaden (Hrsg.)
Erschienen sind:
Bibliographie zur Geschichte des Weines:
• 1. Auflage, Hauptband. Mannheim: SVA 1976, 543 Seiten. (antiquarisch verfügbar )
• 1. Supplement 1978,
• 2. Supplement 1982,
• 3. Supplement 1984,
• 2. Auflage mit allen Supplementen. München, New York, Paris: Verlag Saur 1988. ISBN 3-598-10748-X
Die gedruckten Bibliographien sind teilweise noch antiquarisch verfügbar;
fragen Sie bitte bei unserem Literatur-Recherche-Dienst nach.

Die gesamte Weinbibliographie steht auch im Internet zur Verfügung.

 

Ehrung für Prof. Dr. Koch Foto: DWI

Prof. Dr. Hans-Jörg Koch wurde am 17. Januar 2011 mit der Professor-Niklas-Medaille in Silber ausgezeichnet. Diese höchste Auszeichnung des Bundes-ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wurde ihm für seine herausragenden Verdienste um die deutsche Weinwirtschaft von Julia Klöckner, Parlamentarische Staatssekretärin im BMELV, verliehen:
Prof. Dr. Koch hat den einzig umfassenden Kommentar zum Weinrecht erstellt. Darüber hinaus hat er durch seine vielfältige Lehrtätigkeit in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich zur Pflege und zum besseren Verständnis des Rechts und der Weinkultur beigetragen. Im Mittelpunkt seiner zahlreichen literarischen Arbeiten standen stets das Anbaugebiet Rheinhessen und das Weinrecht.
Er ist Ehrenmitglied unserer Gesellschaft.

Pressemeldungen zur Auszeichnung von Prof. Dr. Hans-Jörg Koch:
17.1.2011, DWI: Auszeichnung für verdienten Weinrecht-Experten
17.1.2011, BMELV: Parlamentarische Staatssekretärin überreicht Niklas-Medaille

Wolfgang Patzwahl:
Bewässerung im Weinbau.

Bewässerung im Weinbau

Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2007. 86 Seiten.
ISBN 978-3-8001-4944-5; EUR 16,90

Die warmen und zum Teil auch trockenen Jahre des letzten Jahrzehnts haben die Diskussion über eine notwendige Bewässerung der skelettreichen und stark durchlässigen Rebstandorte in Deutschland neu entfacht. Denn eine optimale Traubenqualität, die bei Trockenstress nicht mehr gegeben ist, ist die Grundvoraussetzung für die Erzeugung von hochwertigen Weinen. Je nach betrieblicher Situation wird die Bewässerung im Weinbau als eine „Feuerwehr-Maßnahme“ bei akuter Trockenheit oder als möglichst optimiert eingesetzter Produktionsfaktor verstanden.

Das vorliegende Buch gibt mehr oder weniger ausführlich Antworten auf die Fragen, mit denen man sich im Vorfeld befassen sollte: Wasserbeschaffung, Bewässerungsverfahren, Wassermengen und Intervalle der Gaben, Rebsortenunterschiede, Kosten der Investition und der Durchführung und abschließend werden auch ökologische Aspekte im Zusammenhang mit der Bewässerung angesprochen.
Da auch die komplexen Zusammenhänge des Wasserflusses in der Rebanlage und Rebe sowie die vielfältigen möglichen Beeinträchtigungen im Stoffwechsel der Rebe bei Wassermangel und die Folgen für die Trauben- und Weinqualität behandelt werden, ist dieses Buch nicht nur für Praktiker, sondern für jeden an dieser Frage Interessierten sehr aufschlussreich und nützlich.

Verfasser: Dr. Gerhard Stumm
Aus: Mitteilung der GGW 1/2008

Peter Karfeld:
Der Wein-Staatsanwalt. Staatsanwaltliche Tätigkeit in Weinstrafsachen, dargestellt am Beispiel der Landeszentralstelle für Wein- und Lebensmittelstrafsachen in Rheinland-Pfalz.

Der Wein-Staatsanwalt

Tectum-Verlag, Marburg 2006. 227 Seiten;
ISBN 3-8288-9152-7, ISBN 978-3-8288-9152-4; EUR 24,90

In seinem als Dissertation angelegten Buch stellt der Autor zunächst die wissenschaftliche Grundlage für das Bestehen einer zumindest in Deutschland einmaligen Institution dar, der (staatsanwaltschaftlichen) Landeszentralstelle für Wein- und Lebensmittelstrafsachen als Sonderfall der ansonsten mehrfach bestehenden Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Wirtschaftsstraftaten. Zugleich weist er die Notwendigkeit dieser Institution für eine wirksame Bekämpfung der Weinkriminalität nach und zeigt auf, dass der Weinrechtsverletzer nicht nur den Konsumenten schädigt, ohne dass dieser es in den meisten Fällen bemerkt, sondern in weit größerem Maße die redlichen Branchenmitglieder, die unter dem angerichteten Rufschaden zu leiden haben.
Als weitere Verdienste der Arbeit sind zu nennen das Aufzeigen der rechtlichen Grundlagen für die Weinermittlungen und deren Grenzen sowie der Aufbau des materiellen Weinstrafrechts mit seiner Schichtenstruktur aus Europa-, Bundes- und Landesrecht einschließlich der sich aus dieser Schichtung ergebenden verfassungsrechtlichen Bedenken. Dass der Verfasser als Vertreter der seltenen Spezies Weinstaatsanwalt sich letztlich in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung befindet und von der Verfassungsmäßigkeit ausgeht, überrascht nicht. Es wäre wünschenswert, dass das Bundesverfassungsgericht bei einer erneuten Prüfung dieser Frage näher darauf einginge, ob es unter dem Gesichtspunkt der Verständlichkeit der Strafnormen wirklich ausreicht, den gesamten vom Strafrecht betroffenen Berufsstand auf Auskunftseinholung bei wenigen Fachjuristen (Rechtsanwälten und Verbandsvertreter) zu verweisen statt der eigenen Erkenntnismöglichkeit durch Selbststudium der Gesetze den Vorzug zu geben.
Bei der Darstellung des Ermittlungsverfahrens wird deutlich, dass dieser Teil des Wirtschaftsstrafrechts nicht ohne die Hilfestellung anderer Wissenschaften in Form von Sachverständigen auskommen kann. Folgerichtig geht der Autor dabei der Frage nach, ob die in § 31 WeinG als Weinsachverständige bezeichneten Weinkontrolleure ihren Aufgaben nicht besser nachgehen könnten, wenn sie als Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft installiert wären. Entgegen der Auffassung des Autors erscheint mir dies eher eine Behinderung der Weinkontrolle, da diese Stellung zu Unzuträglichkeiten mit ihrer Beratungsfunktion führt. Ob bei einer Gutachtenerstattung, die nicht auf Verkostungen beschränkt sein muss, der Ermittler-Status noch mit dem Bild des neutralen Sachverständigen übereinstimmt, erscheint mir zweifelhaft.
Beizutreten vermag ich dem Wunsch des Verfassers nach Wiedereinführung von Strafandrohungen für Verhaltensweisen, die früher strafbewehrt waren, inzwischen aber völlig sanktionslos gestellt oder zu Verwaltungsunrecht, also Ordnungswidrigkeiten, abgestuft wurden. Dass dies ein frommer Wunsch ist, weiß er offenbar selbst, wenn er andererseits – zu Recht – beklagen muss, dass das frühere Verbraucherschutzrecht wohl auf Betreiben der Weinlobby immer mehr zu einem Erzeugerschutzrecht verwandelt wird.
Dem Verfasser ist es gelungen, ein Werk vorzustellen, das jeder Weinrechtsbeflissene, insbesondere natürlich die gelernten Juristen, mit Gewinn lesen kann. Ob es ihm auch gelungen ist, den Weinliebhabern, wie im Vorwort als Anspruch angemeldet, das Weinstrafrecht näher zu bringen, muss jeder für sich selbst entscheiden, da eine Dissertation als streng wissenschaftliches Werk nicht immer leicht zu lesen ist. Geringe Abstriche wie in seltenen Fällen ungenaue Zitate oder sog. Freud’sche Fehlleistungen (positive Schlussfolgerung aus negativer Darstellung oder umgekehrt) tun dem positiven Gesamteindruck keinen Abbruch.

Verfasser: H. E. Dahlem
Aus: Mitteilung der GGW 1/2008

Brigitte Jacobi:
Besen-, Hecken- und Straußwirtschaften in Württemberg, Baden, Franken, Sachsen, Thüringen, Schweiz. Besenbuch 2009.
565 Seiten; ISBN 978-3-929426-19-9; EUR 8,50

Brigitte Jacobi:
Straußwirtschaften an der Hessischen Bergstraße, in Pfalz, Rheinhessen, Rheingau, an Nahe, Mittelrhein, Mosel, Saar, Ruwer und Ahr. Straußenbuch 2009. 543 Seiten; ISBN 978-3-929426-20-5; EUR 8,50

Wetterhuhn Verlag, Lauffen am Neckar 2008.

Besen- und Straußwirtschaften haben eine lange Tradition; es gibt sie in allen deutschsprachigen Weinbaugebieten. Um 800 erließ Karl der Große das „capitulare de villis vel curtis imperii“, in dem er nach herrschender Meinung den Weinbauern erlaubte, einen Teil des eigenen Weins im Haus und zwar in den Herbst- und Wintermonaten auszuschenken. Dies zeigten die Bauern an, indem sie einen Strauß, Besen, Buschen, Kranz oder Rad vors Haus hängten. An diesem Brauch hat sich bis heute nichts geändert, sieht man darüber hinweg, dass man heute das ganze Jahr über Besen- und Straußwirtschaften besuchen kann.
In dem „Besen-“ und „Straußenbuch“ sind mehr als 1.100 selbstvermarktende Weinbaubetriebe mit eigenem Weinausschank aus allen deutschen Anbaugebieten sowie der Schweiz aufgeführt. Das Verzeichnis mit kurzer Beschreibung der Besonderheiten des Weingutes und der Restauration bietet somit jedem Interessierten einen guten Überblick über Öffnungszeiten und Anfahrtswege.

Verfasser: Dr. Gerhard Stumm
Aus: Mitteilung der GGW 3/2008

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