Digitaler Atlas der Weinkultur in Rheinland-Pfalz

Im Rahmen der Förderung für Landwirtschaftliche Museen, getragen vom Deutschen Verband für Archäologie e.V. (DVA), entsteht am Deutschen Weinbaumuseum in Oppenheim (DWM) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geschichtliche Landeskunde Mainz e.V. (IGL) ein digitaler, interaktiver Atlas zur Weinkultur in Rheinland-Pfalz.

Weinbau und Weinkultur sind zentrale Bausteine der rheinland-pfälzischen Identität: Über 65% der deutschen Weine stammen heute aus dem Bundesland, etwa 40% aller rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsbetriebe praktizieren Weinbau. Seit der Antike hat der Weinbau in Rheinland-Pfalz die Wirtschaft und den Handel maßgeblich geprägt und in Kultur, Sprache und Politik vielfältige Spuren hinterlassen. Er gehört bis heute zu den Motoren der Wirtschaft und des Tourismus.

Der digitale Atlas soll die vielfältige Geschichte und Kultur des Weinbaus in Rheinland-Pfalz zugänglich machen und zur näheren Beschäftigung mit den spannenden Facetten der Weinkultur einladen. Er wird als Online-Projekt bis Ende 2021 fertiggestellt und kann vom heimischen Computer oder Smartphone aus durchstöbert werden.

Parallel entsteht im Deutschen Weinbaumuseum in Oppenheim eine Installation, um die Inhalte spielerisch erfahrbar zu machen. Im musealen Einsatz im Weinmuseum bereichert der Atlas als medialer Blickfang das Vermittlungsangebot vor Ort. Die didaktisch angepassten Inhalte werden zum interaktiven Erlebnis für die Besucherinnen und Besucher. Der Atlas wird dort als großformatige, interaktive Projektionsfläche präsentiert werden. Eine gute Gelegenheit, insbesondere für Familien, dem Museum zur jährlichen Eröffnung im April 2022 einen Besuch abzustatten!

Der Einstieg in die unterschiedlichen Themenbereiche erfolgt über weinkulturelle Bezugspunkte aus dem ganzen Land, die Interesse schüren und Vertrautheit wecken. Hierzu zählen beispielsweise Kulturdenkmale wie das Deutsche Weintor, die Liebfrauenkirche in Worms (Liebfrauenmilch), der Herrenhof in Mußbach (ältestes Weingut, 7. Jh.), archäologische Funde aus der Römerzeit, geologische Besonderheiten wie das Forster Ungeheuer oder die Moselschleife bei Kröv, kulturelle Phänomene wie Weinköniginnen und Weinfeste bis hin zu Kuriositäten wie der Speyerer Domnapf oder das Dürkheimer Riesenfass. Darüber hinaus werden soziale und kulturelle Aspekte wie Dialekte, Winzersprache, Wein- und Flurnamen oder die Mechanisierung im Weinbau berücksichtigt.

Mehr Informationen zum Digitalen Atlas der Weinkultur in Rheinland-Pfalz finden Sie auf der Projektseite des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz

Der Digitale Atlas der Weinkultur in Rheinland-Pfalz wird in Kooperation zwischen dem Deutschen Weinbaumuseum in Oppenheim und dem Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. realisiert. Projektleiter ist GGW-Mitglied Simeon Guthier M.A., wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Weiterer Förderer ist das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz.

 

 

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