Kurzbiographie:
Nach Studium der Lebensmittelchemie und Promotion zum Doktor der Naturwissenschaften an der Universität Stuttgart hatte Jürgen Sigler zunächst im Chemischen und
Veterinäruntersuchungsamt Freiburg die Leitung des Weinlabors und der Weinkontrolle inne, unterbrochen durch eine einjährige Referententätigkeit im baden-württembergischen Ministerium Ländlicher Raum.
1999 wechselte er an das Staatliche Weinbauinstitut Freiburg, wo ihm die Leitung des Referats Mikrobiologie/Versuchskellerei wie auch der übergeordneten Abteilung Oenologie übertragen wurde. Alsbald folgte die Bestellung zum stellvertretenden Institutsleiter.
Im Rahmen seiner Versuchs- und Forschungstätigkeit war er in verschiedenen wissenschaftlichen Gremien und Arbeitsgruppen tätig, unter anderem im Bundesausschuss für Weinforschung beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und als Delegierter der Bundesrepublik Deutschland bei der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV). Ferner hatte er einen langjährigen Lehrauftrag für Nationales und internationales Weinrecht an der Hochschule Heilbronn.
2020 trat Jürgen Sigler in den Ruhestand, seit 2021 ist er Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Gesellschaft für Geschichte des Weines e. V. und seit 2024 deren Vizepräsident.
Kurzbiographie 
Andreas Otto Weber wurde 1965 in München geboren. Er studierte Geschichte und Geographie an der LMU und TU München. Schon in seiner Magisterarbeit beschäftigte er sich mit einem altbayerischen Winzerdorf im Mittelalter. Er promovierte über den Weinbau der altbayerischen Klöster im Mittelalter in Altbayern, dem österreichischen Donauraum und Südtirol. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kommission für Wirtschafts- u. Sozialgeschichte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und wissenschaftlicher Assistent und Akademischer Oberrat am Lehrstuhl für Bayerische und Fränkische Geschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wo er sich habilitierte und als außerplanmäßiger Professor für Bayerische und Fränkische Landesgeschichte, Mittelalterliche und Neuere Geschichte lehrt.
Seit 2013 ist er Direktor des Hauses des Deutschen Ostens, München, einer Kultureinrichtung des Freistaats Bayern. Er hat zahlreiche Beiträge zur Weinbaugeschichte Mitteleuropas veröffentlicht, u.a. die „Geschichte des fränkischen Weinbaus. Von den Anfängen bis 1800“.
Kurzbiografie
Als Sohn einer Winzerfamilie lernte Rudolf Nickenig die Weinbaupraxis in den Steillagen des elterlichen Betriebs am Mittelrhein kennen. Er studierte Ernährungswissenschaft und promovierte anschließend am Lehrstuhl für Lebensmittelwissenschaft der Universität Bonn über Polyphenole in Weißweinen. Im März 1980 wurde er Referent des Deutschen Weinbauverbands und wirkte von 1986 bis 2018 als dessen Generalsekretär. In dieser Zeit oblag ihm u.a. die Organisation der internationalen Messe Intervitis sowie der Deutschen Weinbaukongresse. 1991 übernahm Nickenig zudem die Geschäftsführung des Verbandes Deutscher Weinexporteure. Rudolf Nickenig bekleidete darüber hinaus leitende Positionen in Fachverbänden und Gremien. Er war Vizepräsident der Fachgruppe Wein bei der europäischen Dachorganisation der landwirtschaftlichen Erzeuger COPA-COGECA in Brüssel, arbeitete in Gremien des Comité Vins (CEEV) sowie der Internationalen Vereinigung der Wein- und Spirituosenindustrie (FIVS) mit, außerdem bei der Versammlung der Europäischen Weinbauregionen (AREV) und in der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV). Bis heute ist er im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Weinakademie (DWA) tätig. Von 1986 bis 2018 war Nickenig Chefredakteur der Fachzeitschrift „Der Deutsche Weinbau“. Er veröffentlicht regelmäßig Fachartikel und publizierte mehrere eigenständige Werke zur Weinkultur und Weingeschichte.
Kurzbiografie
Ernst Rühl studierte von 1973 bis 1977 Agrarwissenschaften in Hohenheim und promovierte anschließend dort am Institut für Weinbau über die Trockentoleranz von Rebsorten. Bis 1985 folgten weitere Arbeiten zu Unterlagen und Wasseraufnahme. Von 1985 bis 1991 arbeitete Rühl als Research Scientist bei der Division of Horticulture der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) in Merbein, Australien, und forschte dort über Kalium-Aufnahmemechanismen bei Unterlagen und die Selektion von Unterlagen mit restriktiver Kalium-Aufnahme und niedrigem pH-Wert des Mostes der Edelsorte. Von 1991 bis 2019 war Ernst Rühl Leiter des Instituts für Rebenzüchtung der Forschungsanstalt/Hochschule Geisenheim. Schwerpunkt der Arbeiten des Instituts waren die Züchtung von Unterlagen mit hoher Reblausresistenz und guter Standortanpassung, die Erhaltung der genetischen Streubreite in traditionellen deutschen Rebsorten und die Entwicklung von neuen, besser angepassten Rebklonen sowie die Züchtung pilztoleranter Rebsorten.