Hoeniger, Karl Theodor (1881-1970)

HOENIGER, Karl Theodor, Prof. Dr. phil., Schriftsteller und Volkskundler. * 21.10.1881 in Wien, † 29.8.1970 in Meran, dort beerdigt. verh. mit Käthe Pitscheider aus Gries bei Bozen, keine Kinder.

Besuch des Gymnasiums in Wien und Klagenfurt, Universitätsstudium in Wien und Erlangen in den Fächern Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie. Promotion zum Dr. phil. 1907 in Wien. Artillerie-Offizier im Ersten Weltkrieg an der Südfront und nach Kriegsende Niederlassung in Südtirol. Wurde Schriftleiter bei den "Bozner Nachrichten". H.'s Hauptinteresse galt aber der Rebe und dem Wein. Seine publizistische Tätigkeit auf diesem Gebiet brachte ihm den Ruf eines "Etschländischen Weinphilosophen" ein. Er verfasste Weinlieder, die 1930 im Weinbuch von Arnold Becke wiedergegeben wurden, und die fröhliche Legende "St. Urbans Weinkost", die vom Südtiroler Maler Albert Stolz als Wandzyklus in der Schwanburg verewigt wurde. Ab 1948 redigierte H. den Südtiroler Bauernkalender und widmete sich ganz der Herausgabe volkstümlicher Schriften und Bücher über den Weinbau und die herrliche Weinlandschaft Südtirols. 1955 gehörte er zu den aktiven Initiatoren und Gründern des Südtiroler Weinmuseums. H. war Ehrenmitglied der Universität Innsbruck, des Südtiroler Bauernbundes und Träger des Ehrenzeichens des Landes Tirol. 1962 wurde ihm der Walther-von-der-Vogelweide-Preis des Kulturwerkes für Südtirol verliehen.

Veröffentlichungen: "Altbozner Bilderbuch" (1933). − "Südtiroler Weinfibel" (1945). − "Südtiroler Volksleben" (1951). − "Weinreise in Südtirol" (1954). − Über 500 Beiträge und Abhandlungen in Zeitungen und Zeitschr.

Literatur: "Südtirol von A−Z", Südtirol-Verlag, München. − "Der Schlern", Monatsschrift für Volks- und Heimatkunde, Verlag Athesia, Bozen, Jg. 1970, Heft 10.

Autor: Fra.

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