Christine Krämer:
Rebsorten in Württemberg. Herkunft, Einführung, Verbreitung und die Qualität der Weine vom Spätmittelalter bis ins 19. Jahrhundert.

Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2006 (Tübinger Bausteine zur Landesgeschichte. Band 7). 268 Seiten.
ISBN 3-7995-5507-2, 978-3-7995-5507-4. EUR 24,90

Das vorliegende Buch ist als Band 7 der Tübinger Bausteine zur Landesgeschichte erschienen und stellt die leicht überarbeitete Doktorarbeit von Christine Krämer dar, die im Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Tübingen erstellt worden ist. Der Titel könnte dazu verführen, dass der Inhalt nur von Rebsorten in Württemberg handelt, der Untertitel „Herkunft, Einführung, Verbreitung und die Qualität der Weine vom Spätmittelalter bis ins 19. Jahrhundert“ gibt aber den Hinweis, dass hier eine weit umfassendere Darstellung der württembergischen Weinbau- und Wein-Geschichte erfasst und in sieben Kapiteln behandelt wird. Schon die „Einleitung“ stellt klar, dass hier eine geschichtswissenschaftliche Untersuchung vorliegt, und dass zum Beispiel an Hand der Herkunftsrebsorten der Frage nachgegangen werden kann, welche Reben wann und woher ins Land gekommen sind. Das Unterkapitel „Forschungsstand“ gibt einleitend eine kurze Literaturübersicht zur Geschichte vor allem der Rebsorten von Württemberg. Der zeitliche Rahmen der Bearbeitung umfasst rund 500 Jahre vom Spätmittelalter bis zur Reblauskrise des 19. Jahrhunderts. Im 2. Kapitel „Methodische Vorgaben“ wird neben der „Quellenbasis“ ein „Interdisziplinärer Ansatz“ abgehandelt, der auf die interessante Klimageschichte und auf den Einfluss des Klimas auf die Rebsortenwahl eingeht, dazu aber auch die historische und moderne Abstammungsanalyse von Rebsorten erklärt und der Frage nachgeht, ob sprachwissenschaftliche Kriterien die Herkunft von Rebsorten aufzuklären vermögen. Im Umfang nehmen das Kapitel 3 „Rebsorten von den Anfängen des Weinbaus in Württemberg bis zum Dreißigjährigen Krieg“ und das Kapitel 4 „Rebsorten in Württemberg von der zweiten Hälfte des 17. bis zum 19. Jahrhundert“ den größten Raum ein. Dabei werden neben der Herkunft, Verbreitung und Beschreibung der jeweiligen Rebsorten detailliert auch die Rahmenbedingungen dargestellt, wie Klimaverhältnisse, Wirtschaftsstrukturen, obrigkeitliche Einflussnahmen, Erzeuger- und Verbraucherinteressen der angegebenen Zeiten. Ausführlich wird die Weinfachliteratur der einzelnen Zeiträume aufgeführt und kritisch bewertet, was insbesondere bei früheren wissenschaftlichen Ampelographien erforderlich ist. Für jede behandelte Periode werden die entsprechenden Rebsorten beschrieben und erklärt, so z. B. der Heunisch oder der Traminer, dessen Bedeutung allein 15 Seiten Beschreibung in Anspruch nimmt. Aber auch die vielgebrauchten historischen Begriffe „hunnisch“ und „fränkisch“ werden erklärt und hinterfragt. Überhaupt spielte in den Anfängen des Weinbaus immer wieder der Transfer von Wissen, Technik und Material eine bedeutende Rolle, was besonders im Zusammenhang mit Klostergründungen verständlich wird. Die weinbauliche Zäsur infolge des Dreißigjährigen Krieges zeigt sich nicht nur in den Rahmenbedingungen. So kam es zunächst zur Produktion von billigeren Massenweinen, auch wegen der stärkeren Konkurrenz des Bieres, langfristig veränderte sich die Situation jedoch zu einem besseren Weinbau und Wein, dank der Weitsicht einzelner Weinfachmänner, neu gegründeter Fachinstitutionen und staatlicher Vorgaben, was sich unter anderem in sog. Musterweinbergen äußerte und im Anbau entsprechender Rebsorten widerspiegelte. Im 19. Jahrhundert entstanden zahlreiche Weinfachbücher, davon etliche Ampelographien, auf die verwiesen wird, aber auch in Fachveranstaltungen wird nach einem besseren Weinbau und Wein gestrebt. Und so konnten sich die meisten der heutigen Rebsorten ausbreiten und zum Anbau kommen, was eingehend beschrieben wird. Aber der Weg zum Qualitätsweinbau des 18. und 19. Jahrhunderts war dennoch lang und mühsam und die „Reputation der Württemberger Weine“ musste erst errungen werden. So wird im Kapitel 5 „Die Weinbauregion Württemberg im Vergleich mit ihren Vorbildern“ zunächst auf die Besitzstrukturen in Württemberg vom 14. bis ins 19. Jahrhundert eingegangen und an Beispielen dargestellt, diese aber auch verglichen mit der Situation in Frankreich, vor allem in Burgund und im Jura. Zusammenfassend werden die in Württemberg im angegebenen Zeitraum vorgefundenen und angebauten Rebsorten und der „Wandlungsprozess im Rebsatz und ihre Ursachen“ diskutiert. Der „Anhang“ enthält neben den ungedruckten Quellenangaben 219 gedruckte Quellen und 354 Literatur-Hinweise sowie einen Sach-, Orts- und Personenindex.

Das vorliegende Buch befasst sich nicht nur ausführlich mit Rebsorten in Württemberg, sondern betrachtet diese insgesamt vom Ursprung bis zum Wein und umspannt darüber hinaus weinbauliche Aspekte und den Weinhandel mit Vermarktungsstrukturen. Es ist leicht zu lesen, wenn man die teils umfangreichen 1380 Fußnoten nicht berücksichtigt, die jedoch eine zusätzliche und lesenswerte wertvolle Informationsquelle darstellen, so dass es jedem weinbaulich Interessierten auch außerhalb Württembergs wärmstens empfohlen werden kann.

Verfasser: Günter Schruft, Freiburg
Aus: Mitteilung 2/2009

Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie.

Jahrgang 56 (2008), Heft 1. DLG-Verlags-GmbH, Frankfurt/Main 2008. 116 Seiten. ISSN 0044-2194.
Themenschwerpunkt: Geschlechterperspektiven. Frauen in ländlichen Gesellschaften.

Mit den „Frauen in ländlichen Gesellschaften“ greift das vorliegende Heft ein Thema auf, das in der Agrargeschichte nach wie vor nicht zu den bevorzugten Forschungsfeldern zählt.
So gehört zwar der tief greifende Wandel, den die ländliche Gesellschaft vom Mittelalter bis zur Gegenwart im Zuge vielschichtiger Modernisierungs- und Technisierungsprozesse durchlaufen hat, bis heute zu den wichtigen agrarhistorischen Fragestellungen. Welchen Anteil allerdings Frauen an diesem Prozess hatten und wie sich der landwirtschaftliche Strukturwandel auf das Alltagsleben beispielsweise von Bäuerinnen auswirkte – darüber wissen wir noch immer relativ wenig.
In den drei Beiträgen dieses Heftes geht es um Beziehungen zwischen Mann und Frau, um Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit sowie die daraus resultierenden Geschlechterhierarchien. Dabei schlägt der Beitrag von Dorothee Rippmann zum Thema „Liebe, Geschlechterverhältnis und komplementäre Welten: Überlegungen zum Spätmittelalter“ nicht nur zeitlich, sondern auch inhaltlich den weitesten Bogen. Die Autorin analysiert die Motive eines spätmittelalterlichen Bildteppichs aus dem oberrheinischen Raum, der die Arbeiten der Feldbestellung aus einer stadtbürgerlichen Perspektive darstellt.
Fürstin Ursula Schulde diskutiert am Beispiel der Kurfürstin Anna von Sachsen (1532 – 1585) den Beitrag von Frauen als Expertinnen vormodernen Agrarwissens.
Der Beitrag von Mathilde Schmitt zu den „Pionierinnen in Agrarstudium und Agrarforschung“ bietet einen inhaltlichen Anschluss an den Beitrag von Frau Schulde, als hier das agrarhistorische Expertenwissen an den Universitäten des frühen 20. Jahrhunderts thematisiert wird. Im Unterschied zu Anna von Sachsen, die aufgrund ihrer herausgehobenen ständischen Stellung schon Jahrhunderte früher Einfluss auf einen agrarhistorischen Expertendiskurs nehmen konnte, hatten es die ersten weiblichen Agrarexpertinnen an den männlich strukturierten Universitäten des frühen 20. Jahrhunderts schwer.

Verfasser: Gerhard Stumm
Aus: Mitteilung 2/2008

Die Briefmarkensammlung der Gesellschaft für Geschichte des Weines e.V. mit Bezug zum Wein wurde 1996 neu begonnen. Der Auftrag lautete, alle Briefmarken der ganzen Welt, die einen Bezug zum Wein haben, ob postfrisch oder gestempelt, zu sammeln. Nach sechs Jahren wurden etwa 1000 Marken zusammengetragen.

Wein-Briefmarke Australien

Da jeden Tag neue Marken erscheinen, ist nicht bekannt, wie viele Marken es mit diesen Motiven gibt. Einer Aufstellung eines erfahrenen Sammlers zufolge waren es vor etwa fünf Jahren ungefähr 1500 Marken, welche die verschiedenen Postanstalten der ganzen Welt editiert haben.

Unserer Sammlung fehlen vor allem die Marken aus Übersee, insbesondere aus Afrika und Asien. Diese Marken sind im einschlägigen Fachhandel und bei anderen Sammlerkollegen nur sehr schwer zu beschaffen. Es wird jedoch versucht, alle fehlenden Marken noch zusammenzutragen.

Neben den Briefmarken besitzen wir auch einen kleinen Bestand an Werbemarken vom Beginn des 20. Jahrhunderts.

Sondermarke 100 Jahre Müller-Thurgau

Informationen zu unserer Sammlung erhalten Sie von

Günther Liepert
Günthergasse 13
97450 Arnstein
Fon 09363 994230


Weinanbau in Deutschland - ab 7.9.2017
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Deutschlands schönste Panoramen: Badische Weinstraße - ab 12.10.2017
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Etikett von 1966

Unsere Etikettensammlung befindet sich in der Bibliothek der Hochschule Geisenheim.

Nähere Informationen erhalten Sie von:

Sabine Muth
Bibliothek der Hochschule Geisenheim
65366 Geisenheim * Von-Lade-Straße 1
Fon 06722 502-261 oder -262 (Ausleihe, Auskunft)


Museum für Weinkultur im Historischen Rathaus
(Foto: Stadt Deidesheim)

Die Gesellschaft für Geschichte des Weines e.V. besitzt eine umfangreiche Sammlung von Münzen und Medaillen mit Weinmotiven aus der Zeit der Antike bis zur Gegenwart. Sie wird von Dr. Fritz Schumann betreut und ist als Dauerleihgabe ausgestellt im

Museum für Weinkultur
Marktplatz 9 - Historisches Rathaus
67146 Deidesheim
Öffnungszeiten:  www.weinkultur-deidesheim.de

Sammlung der Gesellschaft für Geschichte des Weines, Wiesbaden,
zusammengetragen von Dr. Ernst Emmerling und Dr. Fritz Schumann erstmals mit Unterstützung der Kreissparkasse Bad Dürkheim zu deren 150-Jahrfeier vom 1.-16. Okt. 1987 bei der Niederlassung Neustadt und vom 8.-22. Dez. 1987 bei der Hauptstelle Bad Dürkheim ausgestellt.

Dauerausstellung im Museum für Weinkultur in Deidesheim


Münzsammlung der GGW in Deidesheim (Foto: Dr. Fritz Schumann)

Bei der Motivsammlung zu den Themen "Rebe und Wein" im weiteren Sinne, handelt es sich um eine offene Sammlung, die weiter wachsen und ergänzt werden soll. Ebenso wie die Reihe aus der Antike wegen ihrer Vielfalt nicht abgrenzbar ist, ermöglichen moderne Münzen und Medaillen ständig reizvolle Ergänzungen. Wer zum Schließen von Lücken beiträgt, dem sei herzlich gedankt.

Die Sammlung ist gegliedert und dargestellt nach den Motivgruppen
I. Weintrauben
II. Rebe und Weinberg
III. Weingefäße und Weinbaugeräte
IV. Weingenuß und Kultus
V. Götter, Weinheilige und ihre Begleiter
VI. Sondermünzen

Es ist verständlich, daß besonders bei den Gruppen III., V. und VI. Überschneidungen vorkommen. Häufiger vorhandene Motive sind auf verschiedene Gruppen aufgeteilt. In der Gruppe VI. Sonder­münzen sind ideell zu Rebe und Wein in Beziehung stehende Stücke enthalten, die kein direkt zuordenbares Motiv tragen. Hierzu gehören Prämiierungsmedaillen, Prägungen mit Beziehung zu großen Weinjahrgängen oder mit Hinweisen zum Weg der Weinkultur sowie eine Reihe des römischen Kaisers Markus Aurelius Probus (276-282 n. Chr.), der die Weinbaubeschränkungen des Kaisers Titus Flavius Domitian (81-96 n. Chr.) aufhob, mit seinen Soldaten zur Ausbreitung des Weinbaus beitrug und dabei ermordet wurde.

Es ist verständlich, daß die Gliederung nicht endgültig sein kann. Werden mit dem Wachsen der Sammlung einzelne Motivgruppen umfangreicher, so ist die eigene Darstellung dieser als Untergruppen möglich.

Die Sammlung ist nicht nach Zeiten gegliedert. Motiv und künstlerischer Ausdruck von 2500 Jahren "Rebe und Wein auf Münze und Medaille" sollen sich reizvoll in den Themenkreisen widerspiegeln.

Anmerkung: Bei der Darstellung waren die Veröffentlichungen von Friedrich von Bassermann-Jordan und Helfried Ehrend wertvolle Hilfen.

l. Weintrauben

Trauben allein, mit Blättern, an Trieben, zusammen mit anderen Früchten, in Schalen, Füllhörnern oder Kränzen sind häufig Themen auf Münzen und Medaillen. In der Antike waren sie allein oder mit anderen Darstellungen, wie Amphoren, Löwen oder Heroen, Zeichen für Städte, die ihre Geschichte mit Mythen um den Wein in Verbindung brachten oder deren Weinwachstum berühmt war.

Muenzen01 Auf jüdischen Münzen aus der Zeit Simon Bar-Kochbas im 2. Jh. n. Chr. waren sie religiöses Symbol, im Mittelalter relativ selten Zeichen für Städte und Wein. Später bis heute war Traube und Rebe Symbol der Fruchtbarkeit oder Sinnzeichen für ein Produkt des Landes.

Häufig war sie zusammen mit gartenbaulichen und landwirtschaftlichen Erzeugnissen Schmuck auf Medaillen zur Präm­ierung besonderer Leistungen.

II. Rebe und Weinberg

Wie die Traube sind auch Rebstock und Weinberg beliebte Darstellungen. In der Antike konnten sie an deren Stelle treten und z.B. in Maronaia Hauptbild werden, weil der Heros der Stadt, Maron, Odysseus den Wein gegeben haben soll, mit dem er den Polyphem trunken machte.

Muenzen02 Besonders häufig sind Rebe und Weinberg christliches Symbol: sei es in Anlehnung an den Vergleich mit Christus: "Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben!" oder als Zeichen des Schutzes in der Gemeinschaft mit Christus.

Darüberhinaus waren Rebe und Weinberg Zeichen der Fruchtbarkeit, des Gedeihens und des Wohlergehens. Eine Rebe steht bei Jubiläen für die Familie
und die Zahl der Trauben für die Zahl der Kinder. Der sonnenbeschienene Weinberg war das Symbol für Gottes Segen oder auf Belobigungsmedaillen Ergebnis des Fleißes. Zuletzt ist die Rebe, an der eine aus den Wolken kommende Hand Trauben pflückt, Zeichen für das Ableben auf Sterbemedaillen.

III. Weingefäße und Weinbaugeräte

Während Weinbaugeräte relativ selten sind, werden Weingefäße um so häufiger dargestellt. In der Antike waren sie wie Traube, Rebe und Weinberg Hinweis auf die Geschichte der Städte, deren Symbol sie waren. Amphore, Weinkanne, Kantharos, Schöpfkelle und Opferschale treten allein oder zusammen mit anderen Weinsymbolen auf. Kanne und Schale werden mit weiterem Altargerät oder bei Opferszenen in römischer Zeit dargestellt.

Muenzen03 Dieser Brauch setzt sich fort auf jüdischen und christlichen Darstellungen. Der Kelch tritt an die Stelle von Konfirmation und Kommunion oder der christlichen Gemeinschaft.

Eine Sonderreihe sind die Medaillen für Riesenfässer, wie für das Heidelberger Faß, die zur Erinnerung an die Herstellung oder der Reparatur geschlagen wurden. Dies gilt auch für die Ratsmedaillen, die als Beleg für die Teilnahme an Sitzungen oder als Bon für einen Umtrunk ausgegeben wurden.

IV. Weingenuß und Kultus

Reizvoll verraten die schwierig darstellbaren Szenen die Trunksitten ihrer Zeit, obwohl sie häufig religiöse Hintergründe haben. Die Hochzeit von Cana ist neben Reben ein beliebtes Thema auf Ehemedaillen. Essen und Trinken im Schutz der Rebenlaube kommen vor, ebenso kann der gedeckte Tisch Dankeszeichen für das Ende einer Reihe schlechter Ernten oder einer Aufforderung zur Mäßigkeit beim Trinken sein. Das Mahl mit Wein und Brot war Hinweis auf das Passah-Fest im Alten Testament oder auf das Abendmahl mit Jesus Christus.Muenzen04

V. Götter, Weinheilige und ihre Begleiter

Auch hier beginnt die Reihe in der Antike. Das Haupt des Dionysos mit dem vor dem Rausch schützenden Efeukranz im Haar ist Zeichen für den Ort seiner Herkunft, Nysa in Kleinasien oder Theben in Boetien oder für Naxos, wo er der Legende nach mit Ariadne zusammentraf. Seltener ist das ganze Bild des Gottes, in römischer Zeit in Frauenkleidern, oder mit Preisurne und Panther. Häufiger sind seine Begleiter und Zeichen: Satyrn und Mänaden bei Liebesspielen, Silene, Marsyas mit dem Weinschlauch oder Efeublatt, Thyrsosstab und Panther. Diese Darstellungen werden bis in die Gegenwart verwendet, z.B. besonders schön auf Notgeld aus Porzellan in den 20er Jahren. Nicht so häufig werden Weinheilige dargestellt. Ortspatrone oder ihre Zeichen treten für ihre Orte ein.Muenzen05

VI. Sondermünzen

An den Weg des Weines erinnern die Münzen von Phokaia in Kleinasien, deren Bürger 600 v. Chr. die Kolonie Massilia, das heutige Marseiile, gründeten und damit Weinbau und Weinkultur in den Be­reich Mitteleuropas brachten. An diesen Vorgang erinnert eine zur 2500 Jahrfeier im Jahr 1900 geprägte Prunkmedaille.

Zu den Sondermünzen gehören auch als negative Erinnerung Münzen des römischen Kaisers Titus Flavius Domitian (81-96 n. Chr.), der aus Wettbewerbsgründen um 91 n. Chr. dem Weinbau in den römischen Provinzen Einschränkungen auferlegte. Positiv wäre die Erinnerung an einen der berühmtesten Jahrgänge der Antike, den 121er, der nach dem Konsul Opimius benannt und noch nach Jahrhunderten getrunken wurde. Im besonderen Maße aber die Erinnerung an den Kaiser Markus Aurelius Probus (276-282 n. Chr.), der die Beschränkungen Domitians wieder aufhob.Muenzen06

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