Schwalbach, Reinhold (1931-2010)

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Reinhold Schwalbach

Reinhold SCHWALBACH – Weinkommissionär.
* 24.1.1931 in Wiesbaden;
† 9.3.2010 in Wiesbaden.
Ehe mit Katharina Kempnich; 3 Töchter.

Sein Vater Adolf hatte 1944 die 1902 gegründete Weinkommission Jacob Bien übernommen und als "Jacob Bien Nachfolger" fortgeführt.
Er arbeitete nach seinem Abitur 1951 als Praktikant und Volontär und trat am 1.4.1953 in die väterliche Firma, dann Adolf Schwalbach Weinkommission, ein und übernahm am 1.1.1965 die Leitung.
Ab 1967 war er stellvertretender Vorsitzender, von 1972–1982 Vorsitzender der Vereinigung Rheingauer Weinkommissionäre.
1973–1999 war er Sachverständiger bei der IHK, ab Juli 1977 Mitglied im Rebsortenprüfungsausschuss, ab März 1981 Mitglied des Sachverständigenausschusses gem. § 5 Abs. 3 des Weinwirtschaftsgesetzes in Verbindung mit § 4 der Hess. Ausführungsverordnung zum Weinwirtschaftsgesetz, ab Juni 1982 im Binnenhandelsausschuss, ab Januar 1984 im Lagenausschuss.
Er war darüber hinaus Mitglied in der Taxkommission für die Rheingauer Weinversteigerungen, Qualitätsprüfungskommission und der Widerspruchskommission bei der Prüfstelle des Landes Hessen im Weinbauamt Eltville.
Zu seinen Kunden zählten Weingroßhändler, Spitzengastronomie und Sekthersteller, für die er die Grundweine einkaufte. Seine Liebe galt dem deutschen, vor allem dem Rheingauer Wein, den er insbesondere auch auf den Weinkarten der regionalen Gastronomie sehen wollte.

Ehrung:
1982 wurde er zum Ehrenvorsitzenden der Vereinigung Rheingauer Weinkommissionäre ernannt und lange als deren „Doyen“ betrachtet.

Veröffentlichungen:
Schwalbach: Der Weinkommissionär. In: Der Deutsche Wein. München 1978, S. 285-287.
Diese und weitere Veröffentlichungen – siehe Weinbibliographie [Schoene3]

Quelle:
Persönliche Mitteilung von seiner Tochter Christine Thorhauer.

Autor:
Prof. Dr. Leo Gros, Geisenheim – Johannisberg