Fill, Karl (1902-1990)

Dr. Karl Fill

Karl FILL – Dr. phil., Museumsdirektor, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Geschichte des Weines e.V.
* 21.7.1902 in Wiesbaden;
† 19.9.1990 in Wiesbaden.
Vater: Ludwig Fill, Wiesbaden (1874−1921);
Mutter: Anna Neumann, Wiesbaden (1881−1961).
26.6.1961 Ehe mit Thekla Struck aus Wiesbaden.

Nach dem Abitur Studium der Naturwissenschaften in Frankfurt und Kiel.
Promotion 1931, dann Assistentenjahre.
1933 bei den naturwissenschaftlichen Sammlungen in Wiesbaden.
1938 Museumsdirektor.
Während des Krieges Einsatz als Meteorologe bei einem Luftwaffenkommando.
Nach Rückkehr Hauptschriftleiter der Glastechnischen Berichte und Leiter der Dokumentationsstelle der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft, eine Arbeit, die seine Tätigkeit später geprägt hat.
1956 Fortsetzung der Aufgaben im Museum.
1959–1965 Museumsdirektor.
1959–1977 zugleich Leiter der Städtischen Klimastation.
Große Verdienste erwarb ersich um die Dezimal-Klassifikation (DK). Er war viele Jahre der Herausgeber der deutschen Gesamtausgabe der DK, wurde in den Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Dokumentation gewählt und leitete den Ausschuss für Klassifikation im deutschen Normenausschuss.
1954–1977 leitete er zahlreiche Seminare zur Dezimalklassifikation.
Er war auch ein Freund des Theaters: 1962 war er Mitbegründer der Gesellschaft der Freunde des Staatstheaters Wiesbaden, deren Vorsitz er 1963−1977 wahrnahm.
Ebenso fühlte er sich dem Wein und der Weinkultur verbunden. Als er 1960 als Vorstandsmitglied die Geschäftsführung der Gesellschaft für Geschichte des Weines übernahm, hatte die Gesellschaft 30 Mitglieder. Die von ihm herausgegebenen Mitteilungen, Buchbesprechungen sowie die von ihm organisierten Jahres- und Gebietsveranstaltungen fanden in Verbindung mit der Schriftenreihe zur Weingeschichte großen Zuspruch. So zählte die Gesellschaft 1977 über 1.000 Mitglieder.
1984 richtete er das 25-jährige Jubiläum der Gesellschaft aus.
Er war auch Mitbegründer des Rheingauer Weinkonvents im Jahre 1971; dem Kapitel (Vorstand) gehörte er bis 1976, später als Ehrenmitglied an.
Sein großes Organisationstalent, seine unermüdliche Schaffenskraft sowie seine heitere offene Art haben ihm große Wertschätzung und Zuneigung eingebracht.

Ehrungen:
Für seine großen Verdienste wurden ihm zahlreiche Ehrungen und Ehrenmitgliedschaften zuteil.

Quellen:
Persönlich bekannt.
• Auskünfte von Thekla Fill, Wiesbaden.

Autor:
Prof. Dr. Paul Claus, Geisenheim

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